Jede Krise ist eine Chance zu wachsen.

Manchmal scheinen die Hindernisse, die uns im Weg stehen, unüberwindbar zu sein. Wir glauben, nicht mehr genügend Kraft aufbringen zu können, weil die Herausforderungen zu erdrückend zu sein scheinen. Und doch können wir das schaffen. Manchmal wirkt es so, als ob das Leben uns durch Krisen dazu zwingt, uns unseren vermeintlichen Makeln oder Schwächen zu stellen, an ihnen zu arbeiten und uns so weiter zu entwickeln. Als ob die Krisen für uns maßgeschneidert sind.

Tatsächlich brauchen wir diese Herausforderungen, um uns weiter zu entwickeln. Unsere Neurobiologie belohnt uns sogar mit entsprechenden Glücksgefühlen durch die Ausschüttung entsprechender Botenstoffe, darunter sogar Cannabinoide. Und der Umfang der Belohnung steht dabei im Verhältnis zur Größe der gemeisterten Herausforderung. Müssen wir keine Anstrengung unternehmen, um das Ziel zu erreichen, keine Kraft zur Lösung des Problems aufwenden, bleibt die Ausschüttung der „Glücksbotenstoffe“ im Gehirn aus. Das hängt damit zusammen, dass unser Stoffwechsel für die Produktion unter anderem Dopamin (wird ausgeschüttet bei Vorfreude) und Cortisol (wird ausgeschüttet bei Stress) benötigt, um die berauschenden körpereigenen Drogen produzieren zu können, die uns in den Zustand von Glückseligkeit bringen. 

Unser Gehirn ist stets bemüht, den einfachsten und damit energiesparsamsten Weg zu finden, ein Problem zu lösen. Gerald Hüther beschreibt es in unserem Podcastinterview wunderbar mit dem ständigen Bestreben des Gehirns, in einen kohärenten Zustand zu gelangen, in dem es im Grunde nie ist. (Höre dazu  https://podcast.ulifunke.com)

Das, was uns Menschen ausmacht, ist die einzigartige Fähigkeit, Probleme zu lösen und Herausforderungen zu meistern. Kein Lebewesen ist so anpassungsfähig, wie der Mensch. 

Ich bin mir sicher: Krisen machen uns stärker, Krisen machen uns besser. Wenn wir uns den Herausforderungen stellen, aus ihnen lernen und uns weiter entwickeln.