Empathie für Roboter?

NAO ist ein kleiner Roboter. Er arbeitet als Aushilfe im Supermarkt und hat ein Problem. Er soll Produktnamen lernen, braucht aber die Hilfe von Kunden des Geschäfts. Werden sie der Maschine helfen?

Dieses Szenario ist Teil einer Studie der Hochschule Coburg im Bereich Mensch-Roboter-Interaktion. Die Forschergruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Kolja Kühnlenz und Dr. Barbara Kühnlenz haben untersucht, welche Faktoren Menschen in ihrem Sozialverhalten gegenüber Maschinen beeinflussen. Der NAO Roboter hat Arme, Beine und ein Gesicht, kann aber keine menschliche Mimik nachahmen. Einem Teil der ProbandInnen gegenüber verhielt er sich bei der Studie neutral, einer anderen Gruppe gegenüber emotionaler. So frage er zum Beispiel, wie sich die Person gerade fühle und antwortete, dass es ihm gerade genauso gehe.

In letzterem Fall sprachen die ProbandInnen dem Roboter menschliche Eigenschaften zu und waren auch eher bereit, der kleinen Machine behilflich zu sein. Dabei spielte es auch eine Rolle, ob bereits vorher schon Erfahrungen mit Robotern zu tun hatten. Auch die Bildung wirkte sich auf das Verhalten der Maschine gegenüber aus.

Die Coburger Wissenschaftler fühlen sich durch die Studie in ihrer bisherigen Annahme bestätigt, dass eine „Bindungsphase“ zwischen Mensch und Maschine eine Zusammenarbeit verbessern wird.

Quelle: Hochschule Coburg, Pressestelle